Unter den Hügeln von Abanilla, zwischen Schichten aus Ton und Fels, schläft ein Millionen Jahre altes Kapitel. Die Paläontologische Fundstätte Quibas ist einer jener Orte, die Sie mit der wahren Dimension der Zeit konfrontieren: ein altes Höhlensystem, das jahrtausendelang Heimat — und Grabstätte — von Kreaturen des Mittelpleistozäns war.
Ein paläontologischer Fund erster Ordnung
1994 bei Steinbrucharbeiten entdeckt, hat sich Quibas als einer der bedeutendsten Pleistozän-Makrofauna-Fundorte der Iberischen Halbinsel erwiesen. Gefunden wurden: Tüpfelhyäne, Höhlenbär, Iberischer Luchs, Hirsch, Nashorn und mindestens drei Arten von Equiden — ein Schnappschuss der Megafauna, die vor 800.000 bis 1.000.000 Jahren Südeuropa bevölkerte.

Die bedeutendsten Funde
Die Überreste des Iberischen Luchses sind besonders wertvoll: Sie repräsentieren einige der ältesten dokumentierten Exemplare dieser endemischen Art. Die Knochen weisen Zahnspuren von Raubtieren auf, was darauf hindeutet, dass die Höhle auch als Fressplatz diente.

So besuchen Sie die Fundstätte
Besuche der Stätte werden durch das Rathaus von Abanilla und die Generaldirektion für Kulturerbe der Region Murcia koordiniert. Eine Voranmeldung ist aus Gründen des Denkmalschutzes erforderlich.
- Anreise: von Abanilla über die RM-C14 Richtung Macisvenda.
- Besuchsdauer: ca. 1,5–2 Stunden mit Führung.
- Beste Reisezeit: ganzjährig; Frühling und Herbst sind angenehmer.
ℹBesuche der Stätte werden durch das Rathaus von Abanilla und die Generaldirektion für Kulturerbe der Region Murcia koordiniert. Eine Voranmeldung ist aus Gründen des Denkmalschutzes erforderlich.
Die Region Abanilla ist nicht nur karge Landschaft: Sie ist ein vielschichtiges Territorium, in dem jeder Hügel Geschichten birgt, die in geologischen Epochen gemessen werden.
Nicht jedes sehenswerte Ziel steht im Reiseführer. Quibas gehört dazu.



